Von der Politik zur Praxis: Kartierung der Maßnahmen Moldaus gegen häusliche Gewalt

EQUALFORCE Dr. Susanne Greiter at EQUALFORCE II Kick-off round table

Wirksame Maßnahmen gegen häusliche Gewalt hängen nicht nur von Gesetzen und Richtlinien ab, sondern auch davon, wie Institutionen in der Praxis zusammenarbeiten. Das Verständnis dieser Dynamiken ist das Ziel der Kartierung häuslicher Gewalt, die von der GS-Foundation im Rahmen von EQUALFORCE II im Auftrag des Auswärtigen Amts ins Leben gerufen wurde.

Die GS-Foundation hat den Prozess zur Kartierung häuslicher Gewalt mit einer Auftaktveranstaltung bei der Generalpolizeiinspektion (GPI) in Moldau gestartet.
An der Veranstaltung nahmen hochrangige Vertreter der GPI teil, darunter Staatssekretär Alexandru Bejan und der stellvertretende Polizeichef Alexandru Lupan, um ein gemeinsames Verständnis über den Umfang, die Ziele und die Methodik der Kartierung zu erarbeiten. Der Austausch konzentrierte sich auf das Erwartungsmanagement und die Klärung von Rollen, Verantwortlichkeiten und geplanten nächsten Schritten.

Zwei Experten der GS-Foundation– Martin Mehlhorn, verantwortlich für die polizeiliche und operative Kartierung und Christiane Burrell, verantwortlich für die rechtliche Kartierung – stellten ihre jeweiligen Ansätze vor. Die Kartierung bewertet institutionelle Strukturen, operative Praktiken, Mechanismen der interinstitutionellen Zusammenarbeit und rechtliche Schnittstellen, die für Fälle häuslicher Gewalt relevant sind.

Durch die Fokussierung auf die Funktionsweise der Systeme in realen Situationen liefert die Kartierung eine umfassende, realistische und praxisorientierte Bewertung der Reaktion Moldaus auf häusliche Gewalt. Diese Bewertung dient als wichtige Grundlage für die wirksame Umsetzung von EQUALFORCE II und stellt sicher, dass die Reformbemühungen evidenzbasiert, koordiniert und auf die nationalen Rahmenbedingungen abgestimmt sind.