Am 9. Juni 2026 übergab die GS-Foundation offiziell ein neu renoviertes und ausgestattetes Gender Laboratory (Gender Lab) an die Polizeibehörde des Bundesstaates Plateau in Jos, Nigeria. Die Einrichtung, die sich im Gebäude der staatlichen Kriminalpolizei (CID) am Hauptquartier der Behörde befindet, wurde im Rahmen des Projekts „Supporting Police Accountability and Transformation“ (SPAAT) eingerichtet.
Die Übergabe erfolgte durch die Vertreter der GS-Foundation, Peter Heepen und ThankGod Umaje, und wurde vom Polizeikommissar CP Bassey Ewah entgegengenommen.
Eine gemeinsame Initiative für verbesserte Polizeidienste
Das Gender Lab entstand im Rahmen einer Partnerschaft zwischen der GS-Foundation und der Gender-Abteilung der nigerianischen Polizei. Die Initiative ist Teil umfassenderer Bemühungen, die Reaktion der Polizei auf sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt (SGBV) zu stärken und die Qualität der Unterstützung für Überlebende zu verbessern.
Zu den Anwesenden bei der Übergabezeremonie gehörten DCP Rita Oyentare Emesim-Oki, stellvertretende Polizeikommissarin und Leiterin der Gender-Abteilung der Polizei; DCP Jephthah Userd, stellvertretender Polizeikommissar für den operativen Bereich; ASP Joy Anyangba, Beauftragte für Gender-Fragen im Kommando; Mitglieder der staatlichen Gender-Abteilung sowie weitere Interessengruppen.
Kapazitätsaufbau und überlebendenzentrierte Unterstützung
Das Gender-Labor wurde konzipiert, um die Kapazitäten der Gender-Beauftragten zu verbessern, indem es einen eigenen Raum und die notwendige Ausrüstung für eine effektive Fallbearbeitung, die Dokumentation von Beweismitteln und überlebendenzentrierte Dienstleistungen bereitstellt.
Durch die Stärkung der Ermittlungsverfahren und die Verbesserung der Dokumentationspraktiken wird die Einrichtung zu einer effektiveren Bearbeitung von SGBV-Fällen beitragen und die Bemühungen unterstützen, sicherzustellen, dass Überlebende angemessene Betreuung und Zugang zur Justiz erhalten.
Engagement des Polizeikommandos des Bundesstaates Plateau
Während der Übergabezeremonie lobte Polizeikommissar CP Bassey Ewah die Initiative und bekräftigte das Engagement des Kommandos, die Einrichtung in vollem Umfang zu nutzen.
Er betonte, wie wichtig es sei, institutionelle Mechanismen zur Bekämpfung sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt zu stärken, und versprach weitere Unterstützung für Maßnahmen, die die Ermittlung und Strafverfolgung solcher Fälle verbessern.
Förderung einer geschlechtergerechten Polizeiarbeit
Die Einrichtung des Gender Lab stellt einen wichtigen Schritt hin zu einer geschlechtergerechteren Polizeiarbeit im Bundesstaat Plateau dar. Durch die Bereitstellung spezialisierter Infrastruktur und Ressourcen soll die Einrichtung die Dienstleistungserbringung verbessern, die Rechenschaftspflicht stärken und die Schutzmechanismen für Überlebende sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt ausbauen.
Durch Initiativen wie das SPAAT-Projekt setzt sich die GS-Foundation weiterhin für Polizeireformen, Rechenschaftspflicht und einen verbesserten Zugang zur Justiz für schutzbedürftige Gruppen und Gemeinschaften in ganz Nigeria ein.
Ausblick
Die GS-Foundation freut sich darauf, die positiven Auswirkungen des Gender Lab bei der Unterstützung von Überlebenden, der Stärkung der Ermittlungen und dem Beitrag zu sichereren Gemeinschaften im gesamten Bundesstaat Plateau zu beobachten.