Das Rivers State Police Command hat gemeinsam mit der GS-Foundation offiziell das neue hochmoderne „Gender Lab“ im State Criminal Investigation Department (SCID) in Port Harcourt, Nigeria eröffnet. Die feierliche Inbetriebnahme fand am 11. Mai 2026 statt und markiert einen wichtigen Meilenstein im Kampf gegen sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt (SGBV) in Nigeria.
Mit der Einrichtung des Gender Labs wird ein innovativer Ansatz verfolgt, der moderne Technologie, professionelle Ermittlungsarbeit und opferzentrierte Unterstützung miteinander verbindet. Ziel ist es, die Untersuchung und Strafverfolgung geschlechtsspezifischer Gewalt nachhaltig zu verbessern und Betroffenen einen geschützten Zugang zu Unterstützung und Gerechtigkeit zu ermöglichen.
Visionäre Initiative für mehr Gerechtigkeit
Im Rahmen der Eröffnungszeremonie würdigten Vertreter:innen der Polizei und der GS-Foundation insbesondere die visionäre Initiative von DCP Dr. Rita Oki Emesim Oyintare, deren Engagement maßgeblich zur Realisierung des Projekts beigetragen hat.
ACP Rachel Opadola vom Gender/Human Trafficking Unit des Rivers State Command betonte die Bedeutung des Gender Labs als zukünftiges Zentrum für Forschung, Datenerfassung und Kapazitätsaufbau im Umgang mit sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt. Die Einrichtung soll langfristig dazu beitragen, institutionelle Strukturen zu stärken und nachhaltige Lösungen für den Schutz vulnerabler Gruppen zu schaffen.
Technologiegestützte Ermittlungen und opferorientierte Unterstützung
Das neue Gender Lab kombiniert moderne forensische Technologien mit vertraulichen Beratungs- und Unterstützungsangeboten für Betroffene. Die Einrichtung umfasst unter anderem digitale Systeme zur Beweissicherung, geschützte Räume für psychosoziale Betreuung sowie koordinierte rechtliche Unterstützungsangebote.
Peter Heepen, Vertreter der GS-Foundation, bezeichnete das Gender Lab als „einen Leuchtturm der Hoffnung, des Schutzes und der Gerechtigkeit für Überlebende geschlechtsspezifischer Gewalt.“ Er unterstrich, dass die Zusammenarbeit zwischen der GS-Foundation und dem Rivers State Police Command darauf abzielt, Betroffene zu stärken und Täter durch professionelle, technologiegestützte Ermittlungen konsequent zur Rechenschaft zu ziehen.
Starkes Signal für moderne und menschenrechtsorientierte Polizeiarbeit
Auch der Commissioner of Police des Rivers State Command, CP Olugbenga Adepoju, hob die Bedeutung strategischer Partnerschaften und innovativer Polizeiarbeit hervor. Er lobte die Unterstützung internationaler Partnerorganisationen und betonte, dass das Gender Lab im Einklang mit der Vision einer modernen, menschenrechtsorientierten und technologiegestützten Polizeiarbeit steht.
Darüber hinaus würdigte er die Führungsarbeit des Inspector-General of Police, IGP Olatunji Rilwan Disu, dessen Fokus auf Professionalität, Rechenschaftspflicht und verbesserten Polizeidienstleistungen wesentlich zur Weiterentwicklung der Sicherheitsstrukturen in Nigeria beiträgt.
Aufgaben und Ziele des Gender Labs
Das Gender Lab wird künftig als spezialisiertes Zentrum für fortschrittliche forensische Beweissicherung und Dokumentation dienen. Gleichzeitig sollen dort psychosoziale Unterstützungs- und Beratungsangebote für Betroffene bereitgestellt werden. Darüber hinaus wird die Einrichtung für die Aus- und Weiterbildung von Polizeikräften im Bereich gendersensibler Ermittlungen genutzt werden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der datengestützten Analyse geschlechtsspezifischer Gewalt. Durch die systematische Erfassung und Auswertung relevanter Daten sollen Präventionsmaßnahmen verbessert und Ermittlungsverfahren effektiver gestaltet werden.
Gemeinsam für eine sicherere Gesellschaft
Mit der offiziellen Eröffnung des Gender Labs setzen die GS-Foundation und das Rivers State Police Command ein starkes Zeichen für Innovation, Zusammenarbeit und gesellschaftliche Verantwortung.
Das Projekt steht beispielhaft für die Bedeutung internationaler Partnerschaften im Einsatz für Menschenrechte, Schutz vulnerabler Gruppen und den Aufbau sicherer Gemeinschaften. Gleichzeitig unterstreicht es die gemeinsame Entschlossenheit, sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt wirksam zu bekämpfen und Betroffenen Zugang zu Schutz, Unterstützung und Gerechtigkeit zu ermöglichen.
